| Fluglärm macht krank | |
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Repräsentativen Umfragen des UBA zufolge klagt rund ein Drittel der Deutschen über Fluglärm, fünf Millionen fühlen sich hochgradig belästigt. Die Klagen der Bevölkerung sind begründet, wie auch die neue UBA-Studie „Risikofaktor nächtlicher Fluglärm“ des Epidemiologen Eberhard Greiser zeigt. Für Herz- und Kreislauferkrankungen ist nachgewiesen: Im Vergleich zu Personen, die keinem Fluglärm ausgesetzt sind, steigt das Erkrankungsrisiko betroffener Personen mit zunehmender Fluglärmbelastung. Auch bei psychischen Erkrankungen findet sich ein relevanter Befund: Bei Frauen sind die Erkrankungsrisiken für Depressionen signifikant erhöht. Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit der vorausgegangenen „Arzneimittelstudie“ des UBA, die höhere Medikamentenverschreibungen bei Personen nachwies, die nächtlichem Fluglärm ausgesetzt sind. In der aktuellen Studie wurden die anonymisierten Entlassungsdiagnosen von Krankenhäusern im Raum Köln-Bonn analysiert. Dabei wurden hauptsächlich Herzkreislauferkrankungen betrachtet. Der Flughafen Köln/Bonn hat freiwillige Schallschutzmaßnahmen getroffen, die Lärmrisiken zwar reduzieren, die gesundheitlichen Fluglärmwirkungen aber nicht vollständig verhindern können. Bedingt durch die Besonderheiten des Flugbetriebs – der Flughafen Köln/Bonn hat einen relativ hohen Nachtfluganteil – sollten weitere Analysen folgen. Bisher gibt es beispielsweise noch keine Antwort auf die Frage, ob eine direkte Übertragung der Studienergebnisse zum Risiko durch nächtlichen Fluglärm auf andere Flughäfen möglich ist. Studie unter: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3774 Arzneimittelstudie unter: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3153 Jochen Flasbarth im Interview mit der Bild: www.bild.de/BILD/politik/2010/02/28/flughafen-laerm-macht-krank-umwelt-bundes-amt-fordert/betreiber-muss-anwohnern-schallschutz-fenster-zahlen.htmlEin Artikel aus UBA aktuell 1/2010 - Informationen aus dem Umweltbundesamt vom 19.3.2010 Foto: Miroslaw / Pixelio |
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