| Türkisch-Deutsches Umweltzentrum Berlin im TDZ e.V. |
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Postanschrift: Türkisch-Deutsches Umweltzentrum Berlin Prinzenstraße 23 10969 Berlin |
Telefon: 030 - 69 53 52 93 Telefax: 030 - 69 53 58 89 E-Mail: t.altug[at]tdz-berlin.de Internet: www.tdz-berlin.de |
Umweltschutz und TDZ e.V.
Die Bedeutung und Relevanz des Natur- und Umweltschutzes steigt an. Der Ausstoß von Treibhausgasen bereitet ein großes Problem für die Zukunft unserer Erde. Ein Umdenken in Industriepolitik, Energieerzeugung, Umgang mit den natürlichen und gesellschaftlichen Ressourcen sowie Konsumverhalten ist als Beitrag für die Umwelt und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft von großer Bedeutung.
Das Türkisch-Deutsches Zentrum e.V. setzt sich dafür ein, dass die Mängel im Umweltbewusstsein (kaum Projekte, wenig Informations-, Aufklärungsarbeit und Aktionen) unter insbesondere türkischsprachigen MigrantInnen beseitigt werden. TDZ e.V. führt in den Themenfeldern "Energieeffizienz, Energieverbrauchsverhalten, Mülltrennung, Konsumverhalten etc." Aufklärungsarbeit und Projekte für MigrantInnen durch.
Die Entwicklung von bilateralen Kontakten und Foren zwischen Akteuren und Multiplikatoren der Schulen und den in Bezirken ansässigen sozialen Einrichtungen soll ebenso wie die Entwicklung eines Umweltschutzkonzeptes in der MigrantInnen-Communities dazu beitragen, den negativen Einfluss von Menschen auf das Klima zu verringern und die Anerkennung der MigrantInnen als Teil unserer Gesellschaft zu fördern.
Umweltprojekte im TDZ e.V.:
Integration durch Umwelterziehung und -bildung
Es gibt kaum Erkenntnisse über das Umweltbewusstsein der in Deutschland lebenden MigrantInnen. Dazu kommt, dass das Bewusstsein unter den MigrantInnen bzgl. des Zusammenhangs zwischen Umweltschutz und Konsumverhalten (z.B. Konsum von wenig belasteten, umweltschonend hergestellten landwirtschaftlichen Produkten) fehlt. Das ist ein großes Defizit, und es besteht ein besonderer Aufklärungsbedarf im Umweltbewusstsein unter MigrantInnen. Es ist notwendig, die Partizipation von MigrantInnen in Aktivitäten für den Umwelt- bzw. Klimaschutz zu realisieren. Umwelt- und Klimaschutz sollen als Beitrag zur Integration für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft stehen. Projektziele sind:
- Forcieren der Integration und Partizipation von MigrantInnen in Deutschland (Umwelt- und Klimaschutz als Integrationsfeld),
- Erhöhung des Bewusstseins in puncto Umwelt- und Klimaschutz (Energie,- und Wassereinsparung, umweltgerechte Produktion und Konsum, Ernährung und Klimaschutz, Mülltrennung etc.),
- Sensibilisierung von MigrantInnen für den Umwelt-, Klima und Naturschutz.
Deutschlands Zukunft is(s)t fit; Integration durch gesunde Ernährung
Nach den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kostet die Wohlstandskrankheit "Fettleibigkeit" Europa jedes Jahr knapp %1 seiner Wirtschaftsleistung. In Deutschland verursacht dies für das Gesundheitssystem Kosten von 27 €/Jahr pro Kopf. 30 % aller Krankheiten sind ernährungsbedingt, 75 Mrd. € werden jährlich in Deutschland für ihre Behandlung ausgegeben. Die Anzahl an adipösen Kindern und damit zusammenhängend die ernährungsbedingten Krankheiten unter den Kindern steigen rasant zu. Übergewicht ist das heute häufigste Ernährungs- und Gesundheitsproblem von Kindern und Jugendlichen. Die "Persistenz" des Übergewichtes ist bei übergewichtigen Kindern übergewichtiger Eltern besonders hoch. Nach den Studien sind von dieser negativen Entwicklung insbesondere "Migrantenkinder" besonders betroffen. Auf der anderen Seite etabliert sich die Fettleibigkeit unter den erwachsenen Menschen. In Europa besitzt Deutschland den ersten Platz bezüglich des Anteils der fettleibigen Erwachsenen.Erfolgreiche Integrationswege gehören zu den zentralen Vorraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit einer multikulturellen Gesellschaft. Gemeinsames Kochen, Kennen lernen der Ess- bzw. Kochkultur verschiedener in Berlin lebenden Kulturen, Gastfreundschaft sowie gemeinsames Essen bieten dafür eine Fülle positiv besetzter Traditionen und Zugänge. In diesem Zusammenhang lassen sich auch die gesunden, persönlichen, sozialen und ökologischen Werte von Lebensmitteln aus einer gesunden Produktion leicht deutlich machen. Dadurch kann eine nachhaltige Verhaltensänderung angestrebt werden.
Interkultureller BIO-Garten
Seit Juni 2008 führen wir das Projekt "interkultureller Garten" in Kooperation mit dem Verein Kinderbauernhof auf dem Görlitzer Park e.V. durch. Im Rahmen einer ABM geben wir den ALG-II-BezieherInnen die Möglichkeit, sich mit dem ökologischen Gärtnern auseinanderzusetzen. Die Projektziele sind:
- durch das Gärtnern die Bewusstmachung im Thema "Umwelt- und Naturschutz" voranzutreiben,
- den Frauen mit Migrationshintergrund, die zum größtenteils aus ländlichen Gegenden emigriert sind und u.a. aufgrund der Sprachschwierigkeiten kaum Anschluss in ihrer neuen Heimat finden, eine motivationsfördernde und selbstwertsteigernde Aufgabe zu ermöglichen,
- Austausch von gärtnerischen Erfahrungen, kulturellen, sozialen Kompetenzen zwischen den Arbeitslosen zu fördern, Rekonstruktion und Wertschätzung der mitgebrachten Praktiken, des lokalen Wissens zu ermöglichen,
- ein Ort der Begegnung und der Rast im Alltag zu realisieren,
- soziale und berufliche Integration von MaßnahmeteilnehmerInnen zu forcieren sowie
- die Eigeninitiative, -arbeit und -verantwortung von MaßnahmeteilnehmerInnen zu unterstützen.
Kontakt: Dr. Turgut Altug
Internet: www.tdz-berlin.de
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