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Postanschrift: TransFair Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" e.V. Remigiusstraße 21 50937 Köln |
Ansprechpartnerin: Frau Maren Richter Telefon: 0221 - 94 20 40 34 Telefax: 0221 - 94 20 40 40 E-Mail: M.Richter[at]transfair.org Internet: www.transfair.org |
TransFair, der Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt“ e.V., wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzentenorganisationen in so genannten Entwicklungsländern zu unterstützen. 36 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Entwicklungshilfe, Kirche, Umwelt, Sozialarbeit, Verbraucherschutz, Genossenschaftswesen und Bildung tragen den Verein. Darüber hinaus unterstützen die Bundesregierung, Parteien, Länder und viele Organisationen und engagierte Einzelpersonen TransFair.
Der Faire Handel hat das Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern. Langfristige Handelsbeziehungen, garantierte Mindestpreise, Fairtrade-Prämien und Vorfinanzierung verhelfen den Produzentengruppen im Süden zu einem verbesserten Einkommen. Auf diese Weise können sie aus eigener Kraft ihr Überleben sichern – und zusätzlich in Umweltschutz, Bildung und medizinische Versorgung investieren. Dies ermöglicht auch den Kindern eine bessere Zukunft.
In fast 60 Ländern profitieren über 1,6 Millionen Bauern und Plantagenarbeiter mit ihren Familien vom Fairen Handel. TransFair schlägt die Brücke zwischen den Produzentenorganisationen im Süden und den Verbraucherinnen und Verbrauchern im Norden. Als unabhängige Siegelinitiative handelt TransFair nicht selbst mit Waren, sondern vergibt an Importeure, Verarbeitungsbetriebe und Händler, die die Standards des Fairen Handels erfüllen, das Recht, das Fairtrade-Siegel für ihre fair gehandelten Produkte zu nutzen.
TransFair vermittelt Marktzugänge zu fairen Bedingungen für Produzentengruppen und Arbeiter aus benachteiligten Regionen des Südens. Im Dialog mit seinen Partnern pflegt und erweitert TransFair das Fairtrade-Produktsortiment, erschließt neue Vertriebswege, vermarktet das Siegel und betreibt Informations-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit.
Derzeit bieten in Deutschland rund 150 Partnerfirmen über 1.000 Fairtrade-gesiegelte Produkte in den Produktkategorien Kaffee, Tee, Eiscreme, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Textilien mit Fairtrade-Baumwolle und Rosen an. Die Fairtrade-Produkte sind bundesweit in ca. 30.000 Supermärkten, in den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser, im Naturkosthandel und in allen Weltläden erhältlich. Darüber hinaus schenken rund 10.000 Kantinen, Cafés, Mensen und Hotels fair gehandelten Kaffee und mehr aus.
Internationale Standards des Fairen Handels
1997 hat TransFair die internationale Dachorganisation Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) mitbegründet. Eine Aufgabe von FLO e.V. ist unter anderem die Betreuung der Produzentengruppen im Süden. Ein lokales Netzwerk unterstützt die Produzentengruppen bei ihrer sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung. Kernaufgabe ist die Erstellung der internationalen Fairtrade-Standards, die gemeinsam mit den Produzentenvertretern, Händlern und entwicklungspolitischen Experten für jede neue Produktkategorie erarbeitet werden. Dazu gehören:
-- Verbot von illegaler Kinderarbeit und Zwangsarbeit
-- menschenwürdige Arbeitsbedingungen
-- garantierte Mindestpreise
-- Fairtrade-Prämien für soziale Projekte
-- zusätzlicher Aufschlag für kontrolliert biologischen Landbau
-- Vorfinanzierung der Ernte
-- langfristige und möglichst direkte Lieferbeziehungen
-- nachhaltige und umweltschonende Wirtschaftsweise
-- Ursprungsgarantie und kontrollierter Warenfluss nach Europa.
Zertifizierung
Um die Glaubwürdigkeit des Fairtrade-Siegels sicherzustellen, arbeitet die zuständige Zertifizierungsgesellschaft FLO-CERT GmbH mit einem unabhängigen, transparenten und weltweit konsistenten System, das den Anforderung der DIN ISO Norm 65 folgt. ISO 65 ist heute die weltweit akzeptierte Akkreditierungsnorm für Zertifizierungsorganisation.
FLO-CERT GmbH stellt sicher, dass die Produkte mit dem Fairtrade-Siegel nach den internationalen FLO-Standards produziert und gehandelt werden. Alle an der Fairtrade-Handelskette beteiligten Organisationen, Firmen, Produzentenorganisation, Exporteure und Importeure unterliegen dem strengen Kontrollsystem von FLO-CERT. Wichtigstes Kontrollinstrument ist in allen Bereichen die Durchführung und Auswertung von Inspektionen nach einheitlichen Verfahren. So wird sichergestellt, dass alle gesiegelten Produkte tatsächlich fair gehandelt wurden und die Mehreinnahmen den Produzentenorganisationen in den südlichen Ländern zufließen.
TransFair Deutschland ist nach Frankreich und Spanien die dritte Nationale Siegelinitiative weltweit, die ihre Zertifizierungsaufgaben an FLO-CERT GmbH übertragen hat und somit nach ISO 65 arbeitet.
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